Stressinkontinenz
Vorsicht beim Heben - das kann in die Hose gehen
Stressinkontinenz ist weit verbreitet. Bei erhöhtem Druck auf die Blase kann der Betroffene den Harn nicht mehr halten. Auch das Heben begünstigt diese Art der Blasenschwäche. Schwere Lasten sollten Sie daher möglichst vermeiden. Und wenn Sie ums Schleppen nicht herum kommen, achten Sie auf die richtige Körperhaltung.
Stressinkontinenz ist die häufigste Art der Blasenschwäche. Körperliche Belastung führt bei Betroffenen dann oft zu unwillkürlichem Harnabgang. Schon Husten oder Laufen erhöhen den Druck im Bauchraum und auf die Blase. Aber besonders trägt auch das Heben von Lasten zum Urinverlust bei. Deshalb sollten Sie es bei Blasenschwäche prinzipiell vermeiden, schwer zu tragen. Bitten Sie Ihren Partner oder Nachbarn, ob er nicht mal mit anfassen könnte. Wenn jedoch keiner in der Nähe ist und Sie selbst die Einkaufstüte die Treppe hoch tragen müssen, sollten Sie einige Tipps beachten:
Richtig heben
Bevor Sie etwas heben, sollten Sie sich etwa beckenbreit hinstellen. Gehen Sie in die Hocke. Der Rücken sollte dabei unbedingt gerade bleiben. Zum Üben können Sie einen leeren Wäschekorb vor sich hin stellen. Schieben Sie das Becken nach hinten und versuchen Sie trotzdem, aufrecht zu bleiben. Auch der Rücken wird es Ihnen danken. Die Last sollte so eng wie möglich am Körper getragen und das Gewicht auf beide Arme verteilt werden. Spannen Sie zusätzlich noch die Beckenbodenmuskulatur an. Je schwerer die Sachen sind, desto größer ist die Belastung des Beckenbodens und der Muskulatur.
Auch die Atmung spielt eine wichtige Rolle
Außerdem sollten Sie auf Ihre Atmung achten: Wenn Sie im Moment der körperlichen Belastung falsch atmen, wirkt dies allen Bemühungen entgegen. Beim Anheben empfiehlt es sich daher auszuatmen. Wenn man die Luft bei körperlicher Anstrengung anhält, wird der Druck auf den Beckenboden zusätzlich erhöht. Wenn Sie dann noch in den Bauch und nicht in die Brust atmen, entlasten Sie die Blase bestmöglich.
Quellen: Medizinische Hochschule Hannover, www.gesundheit.de, Hartmann Ratgeber











