Blasenschwäche
Toilettengänge sollten reduziert werden
Frauen und Mädchen mit schwacher Blase sollten möglichst viel Zeit zwischen den Toilettengängen ins Land gehen lassen und vorbeugendes Wasserlassen vermeiden.
Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V. (BVF). Der Grund: Wird die Blase entleert, obwohl kein Harndrang oder nur ein geringer Druck besteht, verschlimmern sich die Beschwerden. Denn die Blase wird darauf trainiert, schon bei einer geringen Füllmenge Harndrang anzumelden. Das wiederum fördert die Entstehung von Inkontinenz. Frauen sollten den Toilettengang deshalb möglichst weit hinausschieben und nicht beim ersten Bedürfnis nach Entleerung die Toilette aufsuchen.
Hat sich bereits eine Inkontinenz entwickelt, reduzieren viele Betroffene ihre Flüssigkeitsaufnahme, weil sie befürchten, die Toilette nicht mehr rechtzeitig zu erreichen. Eine Trinkmenge von wenigstens 2 Litern ist jedoch nicht zuletzt für die Verdünnung des Urins enorm wichtig. Ist der Wassergehalt des Urins zu gering, greifen die hochkonzentrierten, aggressiven Bestandteile des Urins die Blasenschleimhaut an. Es kommt zu einer dauerhaften Reizung, und die Beschwerden verstärken sich.
Getrunken werden darf fast alles, was das Herz begehrt. Eine Ausnahme bilden alle harntreibenden Getränke. Dazu gehören etwa Schwarz- und Grüntee, Brennesseltee, Nieren- und Blasentees. Kaffee sollte aufgrund des Nikotins nur selten genossen werden. Das gleiche gilt für alkoholische Getränke, die aufgrund des enthaltenen Ethanols harntreibend wirken.
Nach Angaben des BVF sind 25% der Frauen über 60 Jahre von Harninkontinenz betroffen. Nur 5% der betroffenen Frauen begeben sich bei entsprechenden Beschwerden in ärztliche Behandlung. Der richtige Ansprechpartner ist der Frauenarzt. Er kann die Beschwerden lindern und den Verlauf der Erkrankung hinauszögern.











