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Kontinenz-Zentren

Kontinenz-Zentrum am Klinikum Ludwigshafen

Beim Thema "Inkontinenz" herrscht noch immer vor allem: Schweigen. Dabei wird Prävention von Blasenschwäche und Stuhlabgang immer wichtiger werden, urteilt Dr. Ines-Helen Pages, Koordinatorin des Kontinenz-Zentrums Ludwigshafen. Aufklärung tue Not. Darum bemüht sich die Einrichtung ebenso wie um eine optimale Diagnostik und Therapie ihrer Patienten.

"Die Inkontinenz-Patientinnen werden immer jünger", stellt Dr. Ines-Helen Pages fest. "Junge Frauen treiben weniger Sport. Haben sie von Natur aus sowieso ein schwaches Bindegewebe und kommt dann noch eine Schwangerschaft hinzu, müssen sie unbedingt etwas für ihren Beckenboden tun, sonst ist eine Harninkontinenz im Alter nahezu unvermeidbar." Pages weiß wovon sie spricht. Die Ärztin ist Direktorin des Institutes für Physikalische und Rehabilitative Medizin am Klinikum Ludwigshafen und Koordinatorin des dort ansässigen Kontinenz-Zentrums der Deutschen Kontinenzgesellschaft, dass im Januar 2004 offiziell seine Arbeit aufnahm. Sitz der Einrichtung ist ab September 2005 ein extra errichteter Neubau auf dem Klinikgelände.

Das Ziel: eine optimale Versorgung von Inkontinenten

Das Kontinenz-Zentrum versorgt Patienten mit Harn- und Stuhlinkontinenz, die von ihren behandelnden Ärzten überwiesen werden. Eine Inkontinenz ist häufig die Folge verschiedener Erkrankungen, die sich beeinflussen und verstärken. Beispielsweise kann Diabetes Störungen der Blasenfunktion verursachen. Und chronische Verstopfung ist eine mögliche Ursache für Schwierigkeiten, Stuhlgang zu kontrollieren. Um den komplexen Wirkungsgefügen bei Inkontinenz gerecht zu werden, haben sich am Kontinenz-Zentrum Ludwigshafen Spezialisten aus sieben Klinikabteilungen zusammengetan. Ihr Ziel ist eine optimale Diagnostik und Therapie der einzelnen Patienten. Das Spektrum der Behandlungen umfasst neben Medikamenten, u.a. funktionelle Krankengymnastik, Biofeedback, Elektrotherapie und Fußreflexzonenmassage sowie Operationen.

Der Beckenboden sollte schon in der Schule Thema sein

Inkontinenz ist noch immer ein Tabuthema. Das zeigte sich in Ludwigshafen z.B., als das Klinikum erfolglos versuchte, eine Selbsthilfegruppe aufzubauen. Die Scham der Betroffenen sei hier viel größer als im Norden Deutschlands, berichtet Pages. Ein wichtiger Grund, warum das Kontinenz-Zentrum verstärkt auf Aufklärung setzt. Öffentliche Vorträge und Weiterbildungen für niedergelassene Ärzte sollen Menschen für das Thema sensibilisieren. "Wir stehen auf dem Standpunkt, dass Prävention in Zukunft noch viel wichtiger werden wird als bisher", erläutert Koordinatorin Pages. Schon Kinder bewegten sich heute zu wenig und seien zu dick - beides fördernde Faktoren für Belastungsinkontinenz, die vor allem Frauen trifft und sich durch unfreiwilligen Urinverlust beim Husten, Treppensteigen oder schwerem Heben äußert. Pages: "Es sollte schon in der Schule erklärt werden, was der Beckenboden ist und wie man ihn stärken kann."

Kontaktdaten

Koordinatorin: Privatdozentin Dr. med. Ines-Helen Pages

Ansprechpartner:

PD Dr. med. Ines-Helen Pages, Direktorin des Institutes für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Tel. (0621) 503-3650, E-Mail: pagesi@klilu.de,

Prof. Dr. med. Markus Müller, Direktor der Urologischen Klinik
Tel. (0621) 503-4401, E-Mail: stockamk@klilu.de

PD Dr. Wolfgang Weikel, Direktor der Frauenklinik
Tel. (0621) 503-3250, E-Mail: weikelw@klilu.de

Prof. Dr. Jürgen F. Riemann, Direktor der Medizinischen Klinik C
Tel. (0621) 503-4100, E-Mail: riemannj@klilu.de

PD Dr. med. Armin Grau, Chefarzt der Neurologischen Klinik
Tel. (0621) 503-4200, E-Mail: graua@klilu.de

Prof. Dr. med. Klaus Schönleben, Chefarzt der Chirurgie
Tel. (0621) 503-3150, E-Mail: schoenlebenk@klilu.de

PD Dr. med. Günter Layer, Direktor des Zentralinstituts für diagnostische und interventionelle Radiologie
Tel. (0621) 503-4500, E-Mail: layerg@klilu.de

Telefon-Hotline zur Terminvereinbarung: Mo-Do von 9-15 Uhr unter Tel. (0621) 503-3650

Adresse: Klinikum Ludwigshafen/Rhein Bremserstr. 79, 67063 Ludwigshafen/Rhein

Internet: http://www.kontinenzzentrum-lu.de, http://www.klilu.de (mj)


Autor: Springer Medizin
Stand: Aug 24, 2005


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