Blasenschwäche bei jungen Männern
Harninkontinenz kein Schicksal der Älteren
Eine schwache Blase ist nicht unbedingt eine Sache der Älteren. Schon junge Männer können unter einer Entzündung der Vorsteherdrüse leiden, die unter anderem auch eine leichte Inkontinenz mit sich bringen kann. Hauptursache für unkontrollierten Harnverlust bei Männern sind allerdings Operationen an der Prostata.
Harninkontinenz kommt nicht von ungefähr. Die Hauptursache für den unkontrollierten Harnverlust bei Männern sind Operationen an der Prostata, in deren Folge der Schließmuskel verletzt werden kann. Aber nur zwei bis fünf Prozent aller Operierten müssen mit dieser Komplikation rechnen. Doch die Inkontinenz kann auch ohne operativen Eingriff oder nervliche Schäden entstehen. Wie bei vielen anderen Leiden gibt es eine Reihe von Risikofaktoren, die das Auftreten des unkontrollierten Harnverlusts - auch schon in jungen Jahren - begünstigen. Oft ist eine schwache Muskulatur am Beckenboden ursächlich für die Harninkontinenz.
Eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur kann entstehen durch:
- Chronische Verstopfung und damit andauernde Anstrengungen beim Stuhlgang
- Dauerndes schweres Heben
- Chronischen Husten (zum Beispiel Raucherhusten oder chronische Bronchitis, Asthma)
- Übergewicht
- Allgemein mangelhafte Fitness Eine finnische Studie hat zudem belegt, dass Raucher öfter von Problemen im Urogenitaltrakt betroffen sind als Nichtraucher.Ein Kardinalfehler, der von vielen Betroffenen gemacht wird, ist durch weniger Flüssigkeitsaufnahme zu versuchen, den Harndrang zu verringern. Doch genau das Gegenteil wird erreicht: Die Blasenwand besteht aus einer Muskelschicht. Und jeder Muskel will trainiert werden! Durch zu weniges Trinken und die geringe Blasenfüllung sinkt das Fassungsvermögen der Blase nach und nach ab. Das Problem des Harndrangs wird also noch eher verschlimmert.
Eine finnische Studie hat zudem belegt, dass Raucher öfter von Problemen im Urogenitaltrakt betroffen sind als Nichtraucher.Ein Kardinalfehler, der von vielen Betroffenen gemacht wird, ist durch weniger Flüssigkeitsaufnahme zu versuchen, den Harndrang zu verringern. Doch genau das Gegenteil wird erreicht: Die Blasenwand besteht aus einer Muskelschicht. Und jeder Muskel will trainiert werden! Durch zu weniges Trinken und die geringe Blasenfüllung sinkt das Fassungsvermögen der Blase nach und nach ab. Das Problem des Harndrangs wird also noch eher verschlimmert.
Nachtropfen kann Folge einer Prostata-Entzündung sein
Bei jungen Männern um die 30 wird hin und wieder eine milde Form der Inkontinenz diagnostiziert: Das so genannte "Nachtropfen" in Folge einer Prostata-Entzündung. "Die Betroffenen leiden unter einer Reihe von Symptomen", erklärt Dr. Mark Schrader, Oberarzt der Urologie im Universitätsklinikum Benjamin Franklin in Berlin. "Das Nachtropfen wird von den meisten Männern als eines der Hauptprobleme empfunden." Die Inkontinenz ist in diesen Fällen also mehr ein Warnsignal, das auf eine andere Erkrankung hinweist und sollte als solches unbedingt ernst genommen werden. Andere Formen der Inkontinenz, wie die im Alter häufig auftretende Drang- oder Überlaufinkontinenz, sind in jungen Jahren aber eher die Ausnahme.
Gesunde Lebensweise verbessert Symptome
In vielen Fällen hilft auch die Umstellung auf eine gesündere Lebensweise das Leiden zu mildern. An erster Stelle sollte das Gewicht auf ein vernünftiges Maß reduziert werden. Doch Crash-Diäten schaden mehr, als sie nützen. Langfristig führen nur eine gesunde, fettarme Ernährung und regelmäßiger Sport zum gewünschten Erfolg. Sport ist auch eine der Maßnahmen, die eine Inkontinenz bessern können. Geeignet sind Ausdauersportarten wie Walken (strammes Marschieren, ohne aus der Puste zu geraten). Nicht fehlen im Sportprogramm darf die Beckenbodengymnastik , die auch bei Männern eine große Hilfe sein kann.Ungesunde Angewohnheiten wie Rauchen und übermäßiger Alkoholgenuss schaden nicht nur der Harnblase! Wer Hilfe benötigt, um sich von seinen Zigaretten oder dem regelmäßigen alkoholischen Drink zu trennen, kann sich ebenfalls an seinen Arzt oder eine der zahlreichen Beratungsstellen wenden.


