Kontinenz-Zentrum Villingen-Schwenningen
Kontinenz-Zentren
Die Einrichtung ist Vorreiter auf ihrem Gebiet. Bereits seit 2000 werden am heutigen Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen blasenschwache Frauen, Männer und Kinder beraten und behandelt. Eine der Hauptaufgaben des Kontinenz-Zentrums sehen die Mitarbeiter in der interdisziplinären Koordination der Therapie. Die beinhaltet die gesamte Palette gängiger Behandlungsformen.
Als das Klinikum Villingen-Schwenningen im Oktober 2000 ein Kontinenz-Zentrum einrichtete, konnte kaum jemand sich etwas darunter vorstellen. "Damals gab es hier zu Lande noch keine Vorbilder", sagt Professorin Daniela Schultz-Lampel, in deren Hand von Anfang an die Leitung der Einrichtung lag.
Patienten profitieren von Zentralisierung
Seit Oktober 2004 ist das Zentrum von der Deutschen Kontinenzgesellschaft anerkannt. Die damit verbundene neu eingeführte Zertifizierung soll die fachübergreifende Zusammenarbeit von Ärzten fördern und die Behandlung blasenschwacher Patienten vereinfachen. Die müssen nicht mehr von Facharzt zu Facharzt rennen, sondern finden alle an einem Ort. Das spart den Erkrankten Wege wie Zeit und ihren Krankenversicherungen Geld. Die Zentrierung trüge auch dem Umstand Rechnung, dass Inkontinenz eine interdisziplinäre Störung ist, erklärt Urologin Schultz-Lampel. Harnverlust durch einen schwachen Beckenboden beispielsweise betrifft Gynäkologie und Urologie gleichermaßen.
Frauen, Männer und Kinder werden behandelt
Im Kontinenz-Zentrum Villingen-Schwenningen arbeiten Urologie, Frauenheilkunde, Chirurgie und Neurologie zusammen, andere Abteilungen des Klinikums kommen bei Bedarf hinzu. Außerdem kooperiert die Einrichtung mit niedergelassenen Ärzten, Pflegeteams und Physiotherapeuten; eine angeleitete Selbsthilfegruppe bietet Austausch und Hilfe. Das Spektrum der Therapie von Harn- und Stuhlinkontinenz umfasst alle gängigen medikamentösen, spezifische krankengymnastische und operative Formen. Darunter: Elektrostimulation, EMDA-Therapie, Biofeedback-Training, Magnetstuhl-Behandlung, Botox-Injektionen, Blasenschrittmacher und Schließmuskelreparatur. "Wir behandeln nicht nur Frauen und Männern, sondern auch Kinder", berichtet Koordinatorin Schultz-Lampel.
Aufklärung tut Not
Auch außerhalb des Klinikums werden die Mitarbeiter des Kontinenz-Zentrums aktiv. Durch Vorträge bei Volkshochschulen, Pro Familia, den Landfrauen oder vor Apothekern und niedergelassenen Ärzten versuchen sie über Inkontinenz aufzuklären. Das scheint dringend nötig. Denn nur jeder fünfte Betroffene wendet sich bisher an einen Arzt. Dabei können bis zu 80 Prozent von ihrem Leiden befreit werden.
Kontaktdaten:
Koordinatorin: Prof. Dr. Daniela Schultz-Lampel
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Daniela Schultz-Lampel, Direktorin des Kontinenz-Zentrums
Tel. (07720) 93-2431, E-Mail: ksw@klinikumvs.de
Prof. Dr. Alexander Lampel, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie
Tel. (07720) 93-2401, E-Mail: uro.alexander.lampel@klinkumvs.de
Dr. Wolfgang Zieger, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Tel. (07721) 93-3101, E-Mail: fra.wolfgang.zieger@klinikumvs.de
Prof. Dr. Norbert Runkel, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Tel. (07721) 93-3301, E-Mail: avc.norbert.runkel@klinikumvs.de
Dr. Wolfgang Brüderl, Direktor der Klinik für Neurologie
Tel. (07721) 93-2201, E-Mail: neu.wolfgang.bruederl@klinikumvs.de
Sprechzeiten des Kontinenz-Zentrums: Mo, Mi, Fr: 8-14 Uhr; Di, Do: 8-18 Uhr und nach Vereinbarung
Terminvereinbarung: Tel. (07720) 93-2431
Selbsthilfegruppe: Treffen immer am 4. Mittwoch im Monat um 18 Uhr im Kontinenz-Zentrum Südwest, Gebäude K, Leiterin: Roswitha Gräble Tel. (07721) 30572
Adresse: Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen GmbH, Gebäude K, Röntgenstr. 20, 78054 Villingen-Schwenningen
Internet: http://www.klinikumvs.de/pages/1024.htm(mj)


