Kontinenz-Zentrum am Klinikum Kassel

Kontinenz-Zentrum Kassel: Hilfe bei Inkontinenz

Kontinenzzentrum Kassel
Kontinenzzentrum Kassel

"Frauen im Focus" lautet die Devise in der Documenta-Stadt, wenn es um Inkontinenz geht. Das ergibt Sinn: Unfreiwilliger Harnabgang betrifft Frauen öfter als Männer. Letzteren steht das Kontinenz-Zentrum am Klinikum Kassel jedoch ebenfalls mit Beratung und Therapie zur Seite. Neben der gynäkologischen und der urologischen Abteilung beteiligt sich die Klinik für Chirurgie an der Behandlung.

Eine Anlaufstelle für Menschen mit Blasenschwäche und Stuhlabgang? Das war im Jahr 2000 ein ungewöhnliches Vorhaben. Das Klinikum Kassel setzte es um und wurde so das erste Kontinenz-Zentrum der Deutschen Gesellschaft für Kontinenz. Seither berät man hier überwiesene Patienten und leitet sie an die entsprechenden Fachabteilungen weiter.

Die notwendige Koordination leistet Prof. Thomas Dimpfl, Leiter der Frauenklinik des Hauses. In seinen Händen liegt die zentrale Anmeldung und Terminvereinbarung für das Kontinenz-Zentrum. Denn: "Den Großteil unserer Inkontinenz-Patienten bilden Frauen", berichtet Prof. Dimpfl. Männer vermittelt er an die Klinik für Urologie. Sie arbeitet im Kontinenz-Zentrum ebenso mit wie die chirurgische Abteilung.

 

Inkontinenz hat oft mehrere Ursachen

Eine urogynäkologische Sprechstunde richtet sich vor allem an Frauen mit Harninkontinenz und Gebärmuttersenkung. Dies macht sich beispielsweise durch das Gefühl bemerkbar, dass etwas aus der Scheide fällt. Auch diffuse Rückenschmerzen und unfreiwilliger Urinverlust gehören zu den Symptomen. Dafür verantwortlich sind Schwangerschaften und Geburten oder ein von Natur aus nachgiebiges Bindegewebe.

Oft treten Beschwerden erst in den Wechseljahren auf, wenn sich der Hormonspiegel ändert. Der weibliche Körper produziert weniger Östrogen, was den Beckenboden weniger elastisch macht. Bei Inkontinenz überlagern sich verschiedene Gründe - dem trägt die interdisziplinäre Ausrichtung des Kontinenz-Zentrums am Klinikum Kassel Rechnung. Durch eine Reihe von Untersuchungen klären die Mitarbeiter der Einrichtung Art und Ursachen der Beschwerden und leiten eine geeignete Behandlung ein.

 

Umfassende Behandlung und Information

Eine Operation ist stets das letzte Mittel bei Inkontinenz. Bevor es soweit kommt, schöpft das Kontinenz-Zentrum alle anderen Therapiemöglichkeiten aus. Dazu gehören lokale Östrogengaben bei altersbedingter Beckenbodenschwäche sowie Beckenbodengymnastik mithilfe von Biofeedback oder Elektrostimulation (Pelvic floor Reeducation).

Liegt eine Senkung der Gebärmutter oder Scheide vor, werden zunächst Pessare eingesetzt. Versagt diese Methode, wird eine Entfernung der Gebärmutter und anschließende Rekonstruktion des Beckenbodens sinnvoll.

Bei Belastungsinkontinenz, die sich durch Harnabgang beim Husten oder schwerem Heben äußert, besteht im Klinikum Kassel die Möglichkeit, ein TVT-Band (Tension free Vaginal Tape) einzulegen. Unter lokaler Betäubung führen Ärzte ein Kunststoffband mit einer speziellen Nadel durch Scheide und Bauchwand.

Über neue Behandlungsoptionen und Fragen rund um Inkontinenz können sich Interessierte auf regelmäßig stattfindenden Informationstagen für Patienten informieren. Außerdem organisiert das Kontinenz-Zentrum Vorträge und bildet niedergelassene Ärzte fort.

 

Kontaktdaten

Kontaktdaten im Kontinenz-Zentrum Kassel

Koordinator: Prof. Thomas Dimpfl

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Thomas Dimpfl, Direktor der Frauenklinik am Klinikum KasselTel. (0561) 980-3040, E-Mail: dimpfl@klinikum-kassel.de

Prof. Dr. med. Peter Albers, Direktor der Klinik für Urologie am Klinikum KasselTel. (0561) 980-3697, E-Mail: albers@klinikum-kassel.de

Prof. Dr. med. Jürgen Faß, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und ThoraxchirurgieTel. (0561) 980-3035, E-Mail: fass@klinikum-kassel.de

Urogynäkologische Sprechstunden: Mo bis Do: 8-15.30 Uhr, Fr: 8-13.30 Uhr, Anmeldung in der gynäkologischen Abteilung unter Tel. (0561) 980-3040

Adresse: Klinikum Kassel GmbH, Mönchebergstr. 41-43, 34125 Kassel

Internet: http://www.klinikum-kassel.de/kliniken/gyn/

Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 17. September 2013

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