Kontinenz-Zentrum Aschersleben-Staßfurt

Kontinenz-Zentren

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Kontinenz-Zentrum Aschersleben-Staßfurt

Seit Dezember 2004 gibt es in Sachsen-Anhalt das erste zertifizierte Kontinenz-Zentrum des Landes. Ein Ärzteteam aus vier Abteilungen arbeitet in der Kreisklinik Aschersleben-Staßfurt zusammen. Ihr Ziel: Die Diagnostik und Behandlung von Harn- und Stuhlinkontinenz verbessern. Besonderes Gewicht legt die Einrichtung auf öffentliche Aufklärung über Inkontinenz.

Die Sprachlosigkeit aufzuheben und Menschen mit Inkontinenz entsprechende Therapiemöglichkeiten aufzuzeigen, hat sich das Kontinenz-Zentrum in Aschersleben-Staßfurt auf die Fahnen geschrieben: "Inkontinenz ist kein pflegerisches Problem, sondern eine Erkrankung, die klassifiziert und behandelt werden kann und sollte. Bisher erhält jedoch nicht einmal die Hälfte der Betroffenen eine adäquate Therapie und ausreichende Versorgung."

Erstes Kontinenz-Zentrum in Sachsen-Anhalt

Das Kontinenz-Zentrum an den Kreiskliniken Aschersleben-Staßfurt ist das erste in Sachsen Anhalt. Im Dezember 2004 erhielt die Einrichtung die Zertifizierung der Deutschen Kontinenzgesellschaft e.V. Der Begriff "Kontinenz-Zentrum" ist nämlich nicht geschützt. Durch eine Bewertung nach festgelegten Kriterien will die Deutsche Kontinenzgesellschaft einen hohen Qualitätsstandard etablieren und Patienten die Orientierung erleichtern.

Hotline für Patienten eingerichtet

Im Kontinenz-Zentrum Aschersleben-Staßfurt werden Harn- und Stuhlinkontinenz behandelt. Dafür arbeitet ein Team von Ärzten aus den Abteilungen Gynäkologie, Urologie, Chirurgie und Innere zusammen. Alle bieten einzelne Sprechstunden, gemeinsam diskutieren sie besondere Fälle und Behandlungsmethoden. So soll sich die Qualität von Diagnose und Therapie verbessern. Um den richtigen Ansprechpartner für ihr Inkontinenzproblem zu finden, können Patienten sich an eine Hotline wenden und einen Termin vereinbaren.

Ein Schwerpunkt: die Einlage eines TVT-Bandes

Die Kreiskliniken bieten eine ambulante urogynäkologische Diagnostik, bei der z.B. durch Druckmessungen in der Blase und Harnröhre die genaue Ursache der Inkontinenz gefunden werden kann. Neben verschiedenen Therapien, wie Beckenbodengymnastik, Elektrostimulation oder Bio-Feedback besteht die Möglichkeit zu korrigierenden Operationen, wie sie bei einer Schwäche des Beckenbodens oder einer Senkung von Gebärmutter oder Blase angezeigt sein können. Hierzu favorisiert die Klinik besonders die Einlage eines so genannten TVT-Bandes unter die Harnröhre.

Öffentliche Vorträge sollen Inkontinenz aus der Tabuzone holen

"Besonderen Wert legen wir auf die Information von Patienten und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Inkontinenz", erläutert Dr. Günther Hasslbauer, Koordinator des Kontinenz-Zentrums Aschersleben-Staßfurt. Dazu organisieren die Mitarbeiter wissenschaftliche Veranstaltungen für niedergelassene Ärzte und halten öffentliche Vorträge, z.B. in Frauenkommunikationszentren. Zur Unterstützung der Patienten wurde eine Selbsthilfegruppe initiiert, die eine Schwester des Kontinenz-Zentrums anleitet.

Kontaktdaten

Koordinator: Dr. Günther Hasslbauer

Ansprechpartner:
Dr. Günther Hasslbauer, Frauenarzt und Urologe, Chefarzt der Frauenklinik
Tel. (03473) 974200, E-Mail: g.hasslbauer@kkl-as.de

Dr. Eberhard Schmitt, Chefarzt Urologische Klinik
Tel. (03473) 974000, E-Mail: E.Schmitt@kkl-as.de

Dr. Thomas Landes, Chefarzt der Klinik Visceral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie
Tel. (03473) 971801, E-Mail: t.landes@kkl-as.de

Dr. Tillmann Deist, Oberarzt Innere Klinik II
Tel. (03473) 971257, E-Mail: t.deist@kkl-as.de

Telefon-Hotline zur Terminvereinbarung: Mo-Fr von 10 bis 12 Uhr unter (03473) 974203

Selbsthilfegruppe: nähere Informationen bei der Telefon-Hotline: (03473) 974203

Adresse: Kreiskliniken Aschersleben-Staßfurt, Eislebener Str. 7a, 06449 Aschersleben

Internet: http://www.kkl-as.de (mj)

Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 10. September 2008

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