Kontinenz-Zentrum am Klinikum Pirna

Behandlung von Erwachsenen und Kindern

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Kontinenzzentrum Pirna

Frauen, Männer, Kinder – im Kontinenz-Zentrum der sächsischen Stadt Pirna finden alle Menschen mit einer Blasen- oder Darmschwäche kompetente Hilfe.

Erste Anlaufstelle in Sachsen

Wanderern und Weinfreunden ist Pirna schon lange ein Begriff - als „Tor zur Sächsischen Schweiz und Beginn der Sächsischen Weinstraße, die von hier elbabwärts über Pillnitz, Dresden und Meißen bis Diesbar-Seußlitz verläuft. Inzwischen hat sich in der Region aber auch herumgesprochen, dass das Klinikum Pirna ein Kontinenz-Zentrum besitzt. Es ist die erste fachübergreifende Anlaufstelle für Menschen mit einer Blasen- oder Darmschwäche in Sachsen, von der Deutschen Kontinenzgesellschaft im Juli 2007 zertifiziert.

Behandlung aus einer Hand

Im Kontinenz-Zentrum Pirna haben sich die urologische, gynäkologische und chirurgische Klinik des Krankenhauses mit der Abteilung für Radiologie und der Facharztpraxis für Physiotherapie im Medizinischen Versorgungszentrum des Klinikums Pirna zusammengetan, um Inkontinenz gemeinsam zu behandeln. Dafür gibt es einen triftigen Grund, sagt Koordinator Dr. Torsten Weirich: „Die Ursachen von Blasen- und Darmschwäche können vielseitig sein und unterschiedliche Fachgebiete der Medizin betreffen. Es kann darum sehr umständlich sein, Hilfe zu erhalten. Viele Patienten verunsichert außerdem die Frage, wer zuständig ist. Das Kontinenz-Zentrum löst diese Probleme durch eine gemeinsame Patientenversorgung. Das Modell ist zukunftsweisend, nicht nur, weil es eine optimale Betreuung der Patienten verspricht, sondern auch mit Blick auf einen drohenden Ärztemangel in ländlichen Regionen Deutschlands.

Alle gängigen Diagnoseverfahren und Therapien

Das Kontinenz-Zentrum Pirna behandelt Erwachsene mit Harn- und Stuhlinkontinenz, aber auch Kinder, die nicht trocken werden. Das Gros der Patienten seien Frauen, berichtet Dr. Weirich. Denn Schwangerschaften und die weibliche Anatomie machten sie besonders anfällig für Blasenschwäche; zudem sei eine Genitalsenkung bei älteren Frauen keine Seltenheit. Männer seien vor allem nach einer Prostata-Operation von Harninkontinenz betroffen, so der Urologe. Die Spezialisten in Pirna versuchen ihren Patientinnen und Patienten sowohl mit nichtoperativen Verfahren wie Beckenbodentraining mit Biofeedback und Medikamenten als auch mit operativen Eingriffen zu helfen. Dabei stehen ihnen alle gängigen Verfahren einer modernen Diagnostik und Therapie von Harn- und Stuhlinkontinenz sowie Beckenbodenschwäche zur Verfügung.

Hilfe nach der Entlassung

Ein weiteres Plus des Kontinenz-Zentrums: Es kooperiert mit der Reha-Einrichtung Vogtlandklinik in Bad Elster, die Patienten nach ihrer Entlassung aus dem Pirnaer Krankenhaus weiterversorgen kann. Zudem gibt es eine Zusammenarbeit mit der Physiotherapiepraxis Albrecht und Pech in Heidenau, die auf die Behandlung von Inkontinenz-Patienten spezialisiert ist. Austausch mit anderen Betroffenen und Unterstützung im Alltag bietet außerdem eine Selbsthilfegruppe, die sich auf Anregung des Kontinenz-Zentrums gegründet hat und einmal in der Woche trifft.

In Sachsen über Inkontinenz aufklären

Das Kontinenz-Zentrum bietet regelmäßige Spezialsprechstunden an. In welchen Fällen ein Patient dafür einen Überweisungs- oder Einweisungsschein von einem niedergelassen Arzt mitbringen muss, erfährt er bei der telefonischen Terminvereinbarung. Neben der Arbeit in der Klinik versuchen die Ärzte des Kontinenz-Zentrums auch öffentlich über die verschiedenen Formen der Beckenbodenschwäche zu informieren. Sie halten z.B. Sonntagsvorlesungen in der Volkshochschule Sächsische Schweiz und Vorträge in Kindertagesstätten zur Sauberkeitserziehung. Denn noch immer seien Blasen- und Darmschwäche Tabuthemen, sagt Dr. Weirich: „Dabei können Aufklärung und ein offenes Gespräch geeignete Wege zur Behandlung ebnen.

Kontaktdaten

Adresse: Klinikum Pirna GmbH, Struppener Straße 13, 01796 Pirna Internet: www.Klinikum-Pirna.de Koordinator: Dr. Torsten Weirich, Oberarzt an der Urologische Klinik

Ansprechpartner

Dr. med. Klaus Haffner, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie-Geburtshilfe Tel.: (03501) 7118-5213, E-Mail: k.haffner.gyn@klinikum-pirna.de Dr. Judith Stiebitz, Chefärztin der Klinik für Chirurgie/Allgemeine und Visceralchirurgie Tel.: (03501) 71185014, E-Mail: j.stiebitz.chir@klinikum-pirna.de Dr. Torsten Weirich, Oberarzt an der Urologischen Klinik Tel.: (03501) 7118-5006, E-Mail: t.weirich.uro@klinikum-pirna.de Dr. med. Lothar Berndt, Chefarzt der Radiologie Tel.: (03501) 7118-5022, E-Mail: l.berndt.rad@klinikum-pirna.de Dipl. Med. Hannelore Fabian, Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Praxis im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Tel.: (03501) 7118-6001, E-Mail: h.fabian-mvz@mvz-saechsische-schweiz-gmbh.de

Spezialsprechstunden

Urogynäkologische Sprechstunde bei Dr. Klaus Haffner dienstags von 13 bis 17 Uhr, Anmeldung telefonisch unter (03501) 7118-2301 Koloproktologische Sprechstunde bei Dr. Judith Stiebitz dienstags von 11 bis 17 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter (03501) 7118-5011 Urologische Inkontinenzsprechstunde bei Dr. Torsten Weirich nach telefonischer Vereinbarung unter (03501) 7118-5006

Selbsthilfegruppe

Arbeitsgemeinschaft Behinderte und ihre Freunde, Frau Ruppert, Robert-Klett-Ring 25, 01796 Pirna Tel.: (03501) 446-239

Partner außerhalb der Klinik

Vogtland-Klinik Bad Elster, Fachklinik für medizinische Rehabilitation, Forststraße 3, 08645 Bad Elster Tel.: (037437) 64924, E-Mail: vogtland-klinik-zermann@t-online.de Internet: Vogtlandklinik Physiotherapie-Gemeinschaftspraxis Albrecht & Pech, Dohnaer Str. 26, 01809 Heidenau Tel.: (03529) 598-755, E-Mail: info@albrecht-pech.de Internet: Albrecht & Pech

Autor: Martina Janning
Letzte Aktualisierung: 21. November 2008
Quellen: Gespräch mit Dr. Torsten Weirich, Koordinator des Kontinenz-Zentrums am Klinikum Pirna

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