OP & Injektion bei Belastungsinkontinenz

Kollageninjektion wirksam gegen Inkontinenz?

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Unbeschwertes Lachen steigert die Lebensqualität.
(c) Stockbyte

Belastungsinkontinenz ist mehr als ungenehm: Kommt es beim Husten oder Lachen zu ungewolltem Harnabgang, ist die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Wenn Beckenbodentraining oder Hormontherapie nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann eine Injektion mit Kollagen helfen. Ultraschall ermöglicht zudem die Optimierung der Behandlung.

Belastungsinkontinenz ist die häufigste Form der Blasenschwäche bei Frauen. Bei körperlicher Belastung wie Husten, Niesen oder dem Tragen schwerer Lasten kommt es zu unwillkürlichem Harnabgang. Oft sind eine Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur (z.B. durch eine Entbindung), eine allgemeine Bindegewebsschwäche oder ein Hormonmangel nach den Wechseljahren die Ursache. Als effektive Behandlungsmöglichkeiten haben sich das Beckenbodentraining oder auch eine Hormontherapie mit Östrogen bewährt. Seit Anfang der 90-er Jahre gibt es allerdings noch eine weitere Therapieoption: Eine Injektion mit Kollagen um die Harnröhre. Dieses Protein wird beispielsweise auch bei Schönheitsoperationen zur Hautunterspritzung verwendet. Ob dieses Verfahren erfolgreich ist, hängt jedoch in großem Maße von der richtigen Verteilung des injizierten Kollagens ab. US-amerikanische Forscher haben jetzt untersucht, inwieweit man dies mit Hilfe von Ultraschall überprüfen kann.

Volumen und Verteilung des Kollagens wurden ermittelt

An der Studie haben 46 Frauen im Alter von 32 bis 90 Jahren teilgenommen. Die Ärzte ermittelten die Lage und das Volumen des eingespritzten Kollagens. Patientinnen, die spätestens nach der dritten Injektion gut auf die Behandlung ansprachen, wurden über einen Zeitraum von durchschnittlich 14 Monaten regelmäßig nachuntersucht. Frauen mit mangelhaftem Behandlungserfolg, bei denen ein geringes Volumen oder eine ungleichmäßige Verteilung des Kollagens um die Harnröhre mit Ultraschall festgestellt wurde, boten die Ärzte eine Wiederholung der Injektion an. Im Falle einer ungenügenden Wirkung trotz technisch einwandfreier Kollageninjektion wurden mit den Patientinnen alternative Behandlungsmethoden besprochen. Zusätzlich machten 41 Frauen Angaben zur Lebensqualität. Auch Daten zur Krankengeschichte gingen in die Auswertung mit ein.

Uneffektive Behandlungen können vermieden werden

21 der 46 Frauen zeigten nach einer oder mehreren Sitzungen eine deutliche Verbesserung der Symptome. Bei ihnen war auch mit Ultraschall wesentlich häufiger eine gleichmäßige Verteilung des Kollagens um die Harnröhre festgestellt worden als bei den Frauen ohne Linderung der Beschwerden (62% zu 20%).Die Methode eignet sich offenbar, die Aussichten einer wiederholten Injektion nach einem anfänglich schlechten Behandlungsergebnis abzuschätzen. Zudem können die Ärzte Wiederholungsbehandlungen mit schlechter Prognose vermeiden. Nach Informationen der Zeitschrift Urology, August 2003Roche Lexikon Medizin

Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 23. September 2008

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