
Kontinenz-Zentren
Kontinenz-Zentrum am Franziskus-Krankenhaus
Das "Berliner Kontinenz-Zentrum" berät und behandelt Menschen mit Harn- und Stuhlinkontinenz. Vorzüge der Einrichtung liegen vor allem im Einsatz moderner Behandlungstechniken wie Remeex-Schlingen zum Anheben der Blase. Ihre Besonderheit: Sie können bei Bedarf nachgestellt werden. Zudem ist das Kontinenz-Zentrum für wiederherstellende und plastische Operationen bekannt.
Im Westen Berlins, unweit des Zoologischen Gartens liegt das Franziskus-Krankenhaus. Hier gibt es ein spezielles Beratungs- und Behandlungsangebot für Menschen mit Harn- und Stuhlinkontinenz. Im Januar 2004 erhielt das Kontinenz-Zentrum die Anerkennung der Deutschen Kontinenzgesellschaft (DKG), vormals GIH - Gesellschaft für Inkontinenzhilfe. Der Grund: Verschiedene Abteilungen der Klinik, eine Praxis für Physiotherapie und niedergelassene Fachärzte haben sich zusammengeschlossen, um inkontinenten Patienten bestmöglich zu helfen.
Schwerpunkt plastische Operationen
Im Focus des "Berliner Kontinenz-Zentrums", wie sich die Einrichtung selbst nennt, steht die Untersuchung und Therapie von Störungen des Beckenbodens. Dazu zählen neben Inkontinenzen z.B. auch Hämorrhoiden, Prostatakrebs und Senkungen der Gebärmutter. Zu den Spezialitäten der Berliner gehören wiederherstellende und plastische Operationen des Beckenbodens. Beim Entfernen eines Blasentumors beispielsweise wird die Scheide erhalten und damit auch deren Funktion. "Das bewahrt Lebensqualität", sagt Dr. Jörg Neymeyer, Leiter der urogynäkologischen Abteilung. Die Patientin bleibe kontinent und brauche keinen künstlichen Blasenausgang mit Urinbeutel.
Neu: nachstellbare Blasenschlingen
Das Kontinenz-Zentrum an Franziskus-Krankenhaus hat sich durch den Einsatz moderner Verfahren in der Behandlung von Inkontinenz einen Namen gemacht. Beispiel: Das Einsetzen einer so genannten Remeex-Prothese. Das ist eine Kunststoffschlinge, die z.B. eine Stresskontinenz zu lindern vermag. Ein Vorteil dieses Implantats besteht darin, dass sie bei Bedarf sehr einfach nachjustiert werden kann. Das Einsetzen erfolgt unter lokaler Betäubung - in der Regel kann eine Patientin noch am selben oder dem folgenden Tag nach Hause gehen.
Physiotherapeutische Praxis in der Klinik
Bei leichten Formen von Harninkontinenz hat das Kontinenz-Zentrum mit Beckenbodengymnastik gute Erfahrungen gemacht. Das im Haus ansässige Institut für Physiotherapie bietet Frauen und Männern ein spezielles Training zur Kräftigung von Beckenboden-, Bauch- und Gesäßmuskeln. Patienten lernen die Übungen zunächst unter Anleitung eines Physiotherapeuten, um sie später in Eigenregie fortführen zu können. Zudem gehören spezielle Sitzbäder, Wechselstrahlduschen auf die Becken- und Bauchregion und Saunagänge mit anschließendem kalten Strahlduschen auf Becken- und Bauchregion zum physiotherapeutischen Repertoire.
Kontaktdaten:
Koordinator: Prof. Dr. med. Manfred Beer
Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Manfred Beer, Chefarzt der Klinik für Urologie und Urogynäkologie
E-Mail: urologie@franziskus-krankenhaus.de
Dr. med. Jörg Neymeyer, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Leiter der Urogynäkologie
E-Mail: urogynaekologie@berliner-kontinenzzentrum.de
Prof. Dr. med. Jan André Schmidt-Lucke, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin
E-Mail: innere@franziskus-berlin.de
Dr. med. Jan Unckell, Oberarzt der Inneren Abteilung, Leiter der Gastroenterologie
E-Mail: unckell@franziskus-berlin.de
Privatdozent Dr. med. Ralph Rückert, Chefarzt der Chirurgischen Abteilung
E-Mail: chirurgie@franziskus-berlin.de
Dr. med. Christina Behrendt, Chefärztin der Radiologischen Abteilung
E-Mail: roentgen@franziskus-berlin.de
Susanne Frede, Leiterin des Institutes für Physiotherapie
Tel. (030) 2638-3306
Sprechstunde des Kontinenz-Zentrums: Di: 15-18 Uhr und nach Vereinbarung
Telefonische Terminvereinbarung: Mo-Fr von 8-14 Uhr unter Tel. (030) 2638-3801; 2638-3802
Adresse: Franziskus-Krankenhaus Berlin, Budapester Straße 15-19, 10787 Berlin
Internet:
http://www.berliner-kontinenzzentrum.de
(mj)












